Herren II: enge Kiste gegen Ober-Mörlen führt zum Remis

Herren II: enge Kiste gegen Ober-Mörlen führt zum Remis

21. Sep 2018 | Cordula Munzert |

 

Ob die Rodheimer Recken nun zufrieden, dass im Heimspiel gegen den TTC Ober-Mörlen nun ein Punkt gewonnen, oder doch enttäuscht sein sollen, dass ein zweiter verloren wurde, liegt letztlich im Auge des Betrachters. Für die erste Ansicht spricht, dass wir ohne Arndt und Christopher antraten. Für die zweite, dass auch der Gegner nicht in Bestbesetzung auflief und wir zwischenzeitlich schon mit 8:5 in Führung lagen und weitere Spielgewinne durchaus im Bereich des Möglichen waren. So wurde es wie von Anfang an erwartet und wie eigentlich stets gegen die Jungs aus Ober-Mörlen eine ganz enge Kiste.

Die knappe Führung aus den Eröffnungsdoppeln, in denen Matthias und Florian als D1 sowie Udo und Sebastian als D3 siegten, konnten wir auch nach dem ersten Einzeldurchgang mit 5:4 behaupten. Matthias, Markus und Sebastian gewannen in diesem mit teils sehenswerten Leistungen ihre Matches, während Florian gegen eine starke Nummer 1, Udo gegen einen ihm nicht liegenden defensiven Kontrahenten und auch Torsten nicht die Oberhand behalten konnten. Im vorderen Paarkreuz trumpften Matthias und Florian in der Folge erneut stark auf und holten zwei wichtige Punkte. Der von Markus wäre dann umso wichtiger gewesen, um die enge Kiste etwas zu weiten und für uns komfortabler zu gestalten. Er konnte allerdings das Spiel seines Gegenüber (was die Rotation anging) über die gesamte Spieldauer nicht richtig lesen und machte auf Grund dessen immer wieder unerklärliche haarsträubende Fehler auf für die Klasse schwachem Niveau, die die Zuschauer teilweise fassungslos zurückließen. So war für ihn das Ratespiel nach drei Sätzen, die der Gegner immerhin nur knapp gewann, was aber nichts hilft und seinen Frust nur noch erhöhte, beendet. Udo konnte gegen die Nummer vier nicht bestehen. Weil hinten Sebastian ohne Probleme erfolgreich war, doch Torsten nach Gewinn der ersten beiden Sätze aber im fünften verlor, kam es zum Schlussdoppel. Über fünf Umläufe ging das harte Ringen, das zugunsten der Gäste ausging. Damit war die Kiste bis zum Schluss eng geblieben, und ihr Deckel ging zwar nicht auf den Sarg der Niederlage nieder, doch aus unserer Sicht besiegelte er leider nur das Unentschieden.

Somit zeigt sich, dass wohl eher Ansicht zwei, eben dass ein Punkt verloren wurde, näher an der emotionalen Realität von uns Rodheimern lag als umgekehrt. Vielleicht sollte das zwar sportlich-ehrgeizig, zugleich jederzeit sehr fair geführte Duell aber einfach keinen Sieger haben.

 

Autor: Markus Munzert