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Rehasport auf Reisen
19. Okt 2026 | Carolin Ruhrmann |
Der Tradition folgend war auch in diesem Jahr eine Rehasportgruppe der SG Rodheim ein Wochenende auf Reisen.
Es ging nach Cochem. Die historisch gewachsene Stadt mit vielen markanten Gebäuden, zudem der Flusslauf der Mosel und schließlich die mit Weinbergen und Niederwald bestandenen steilen Berghänge, führen zu einem faszinierenden Dreiklang, der schon seit Jahrhunderten die Besucher erfreut.
Unser Hotel lag direkt an dem Mosel mit einem wunderbaren Blick auf die Altstadt, die Reichsburg und die Mosel selbst.
Da Traditionen gepflegt werden müssen, haben wir uns Samstag nach dem Frühstück zur Wassergymnastik getroffen. Danach konnten wir erfrischt in den Tag durchstarten. Es ging mit dem Bus zum Bundesbankbunker. Der ehemalige Geheimbunker der Deutschen Bundesbank in Cochem war jahrzehntelang eines der bestgehüteten Geheimnisse der Bundesrepublik Deutschland. Während einer Führung bekamen wir interessante Informationen und Einblicke. Gebaut um einen Atomkrieg zu überstehen, lagerten hier während des Kalten Krieges 15 Milliarden DM einer geheimen Notstandswährung.
Zurück in der Stadt ging es weiter in die Historische Senfmühle von 1810. Hier konnten wir diverse Senfsorten verkosten, kaufen und oder an einer Führung teilnehmen. Hier wird mit antiken, funktionsfähigen Gerätschaften Senf hergestellt wie vor über 200 Jahren. Der Ursprung dieser Senfmühle reicht zurück bis ins 18. Jahrhundert. Sie zählt zu den ältesten Senfmühlen in Europa. 1931 wurde die Mühle erstmalig in Belgien restauriert und betrieben. Im Laufe der Zeit wurde sie nach Holland verkauft, wo sie 1993 ihre Dienste einstellen mussten. Durch Zufall konnten diese technischen Denkmäler erworben und mit sehr viel Zeit und Mühe von Grund auf liebevoll restauriert werden. Seit Mai 2001 ist die Mühle am Standort wieder in Betrieb und produziert Senf.
Am späteren Nachmittag ging es dann noch zu einer Schifffahrt auf die Mosel. Hier sind wir ganz gemütlich, bei bestem Wetter, vorbei an Weinbergen und Burgen gefahren. Dies konnten wir bei einem Getränk genießen. Die Teilnehmer bedanken sich bei den Organisatorinnen Claudia Hake und Sabine Nagel. Es war ein wunderschönes Wochenende.