Damen I: Gewinn und Verlust am Heimspieltag der SG Rodheim

Damen I: Gewinn und Verlust am Heimspieltag der SG Rodheim

07. Mrz 2026 | Robert Stodtmeister |
Damen1 202603

Die erste Damenmannschaft der SG Rodheim – auch Piratinnen genannt - bestritten am vergangenen Samstag, dem 7. März 2026, einen langen Heimspieltag, der sportlich wie emotional alles bot: ein starkes erstes Spiel gegen den Gießener SV, einen bitteren Schockmoment und einen Comeback‑Krimi über fünf Sätze gegen den TuS Brandoberndorf.

Spiel 1: SG Rodheim – Gießener SV

Die Piratinnen startete konzentriert und mit viel Energie in den ersten Satz. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Lange Ballwechsel prägten das Spiel, in dem sich weder Rodheim noch Gießen entscheidend absetzen konnte. Am Ende hatten die Piratinnen in den entscheidenden Momenten mehr Ruhe und Durchschlagskraft. Mit 25:23 ging ein hart umkämpfter Satz an die Gastgeberinnen.

Auch Satz zwei verlief spannend und war ein enger Schlagabtausch. Rodheim suchte immer wieder den schnellen Punkt über die Mitte und die Diagonale, während Gießen mit sicherer Feldabwehr dagegenhielt. Beim Stand von 26:25 holte Rodheim den Satzball – doch im Zuge der letzten Aktion verletzte sich eine Rodheimer Spielerin schwer. Trotz des Schocks blieb das sportliche Ergebnis bestehen: 27:25 für die Piratinnen, aber mit deutlich bedrückter Stimmung auf dem Feld.

Trotz des Schocks lieferten die Rodheimer Damen einen überragenden dritten Satz ab. Mit aggressiven Aufschlägen und konsequenter Blockarbeit setzten sie sich schnell ab und ließen Gießen nicht mehr ins Spiel kommen. Das 25:12 war Ausdruck von Kontrolle, Teamgeist und einer starken Reaktion auf die schwierige Situation. Rodheim gewann damit die Begegnung souverän mit 3:0.

Spiel 2: SG Rodheim – TuS Brandoberndorf

Im zweiten Spiel des Tages geriet Rodheim zunächst ins Straucheln. TuS Brandoberndorf - alias Brandy - übernahm früh das Kommando, fand wiederholt bessere Lösungen im Angriff und nutzte Unstimmigkeiten in Rodheims Annahme und Abwehr aus. Auch im Aufschlag unterliefen den Piratinnen zu viele Fehler, während Brandy druckvoll servierte und stabil blieb. Satz eins ging mit 25:20 an die Gäste.

Im zweiten Durchgang bot sich ein ähnliches Bild: Rodheim zeigte gute Ansätze, kam jedoch nicht dauerhaft in den Rhythmus. Immer wenn die Piratinnen eine kleine Serie starteten, fand Brandy die passende Antwort. Beim 22:25 aus Rodheimer Sicht wurde deutlich, dass für einen Sieg eine deutliche Leistungssteigerung nötig war, auch wenn die Körner der Gastgeberinnen fast aufgebraucht waren.

Ab Satz drei wendete sich das Blatt. Rodheim wirkte entschlossener, agierte mutiger im Angriff und organisierte sich spürbar besser auf dem Feld. Die Aufschläge wurden präziser, die Abwehr kompakter, und die Piratinnen kämpften um jeden Ball. Mit 25:22 meldeten sie sich eindrucksvoll zurück.

Im vierten Satz setzte sich diese Entwicklung fort. Rodheim bestimmte zunehmend das Tempo, erspielte sich mehr direkte Breaks und zeigte vor allem im Block-Abwehr-Verbund klare Fortschritte. Der Satzgewinn mit einem 25:19 zeigte, dass Rodheim den unbedingten Willen hatte, auch in diesem Spiel als Sieger vom Platz zu gehen.

Im Tiebreak ließen die Piratinnen nichts mehr anbrennen. Früh erzwangen sie eine komfortable Führung und hielten diese mit viel Selbstvertrauen bis zum Ende. Mit 15:7 setzte Rodheim ein deutliches Ausrufezeichen und holte sich nach 0:2‑Rückstand den verdienten 3:2‑Erfolg.

Die SG Rodheim beendete diesen Heimspieltag mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Natürlich ist die Freude über die gewonnenen Punkte groß.“, resümiert Trainerin Anna Wacker nach dem Spiel. „Leider müssen wir jedoch den Verlust von sogar zwei Spielerinnen verschmerzen. Neben der schweren Verletzung von Hannah entschied sich Lisa dazu, ihre Volleyballkarriere zu beenden. Das trifft uns sehr hart, weil beide Spielerinnen wichtige Bestandteile der Mannschaft sind.“ Am 21. März treffen die Piratinnen auf ihren Tabellenverfolger Bad Arolsen. Im letzten Spiel der Saison können die Rodheimerinnen als sicherer Tabellendritter frei aufspielen.

Für Rodheim spielten: Alina Schack, Ariette Schmidt, Theresa Fritsche, Miriam Oberhofer, Linda Gläser, Denise Kuss, Lisa Köhler, Antonia Thiedmann, Hannah Knopp, Anna Wacker (Coach)