Hessens größte Beachvolleyballanlage in Rodheim

Mit der Fertigstellung des Beachvolleyball-Platzes und des Bolzplatzes ist nun auch der letzte Bauabschnitt am Sportzentrum Rodheim zu Ende geführt.

Laut Bürgermeister Thomas Alber investierte die Stadt 150 000 Euro in die Anlage – und damit weit weniger als die ursprünglich vorgesehenen 400 000 Euro. Weitere 70 000 Euro steuerte die Sportgemeinschaft (SG) Rodheim als Miteigentümer bei. Die künftige Pflege werden sich Stadt und Verein teilen, über die genauen Nutzungsmodalitäten gibt es aber noch keine abschließenden Vereinbarungen. »Es wird ein Modell sein, bei dem sowohl Bürger als auch Vereinsmitglieder ausgewogen berücksichtigt werden«, sagte Wolfgang Lingenau, der bei Planungen und Bauaufsicht federführend mitgewirkt hatte.

»Wir haben hier viel Geld in die Hand genommen, aber jeder Euro, den wir angelegt haben, wird sich mehrfach auszahlen«, sagte Bürgermeister Thomas Alber zuversichtlich. SG-Vize Dr. Horst Schmidt hob die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Verein hervor und bezeichnete die neue Anlage »nicht nur als Ort des Sports, sondern auch als Ort der Geselligkeit«.

Er verwies auf die hohen Eigenmittel, die die SG investiert habe, und resümierte: »Wir kommen nicht nur zur Stadt und wünschen was, sondern wir bringen auch etwas mit.« Man müsse schon sehr weit fahren, um Vergleichbares zu sehen, meinte er.

Das bestätigte auch Thomas Petigk, Präsident des Hessischen Volleyball-Verbands: »Es ist die größte Beachvolleyball-Anlage in ganz Hessen«, sagte er. Wolfgang Lingenau, der unverzichtbare »Arbeiter« an der Entstehungsgeschichte des Sportzentrums, gab einen Rückblick auf das Wachsen und Werden der Anlage, die nun mitsamt dem modernen »Strandhaus« eine harmonische Einheit darstellt. Seitens der SG gab es viel Applaus für Lingenaus Engagement.

Nach weiteren Gruß- oder Begrüßungsworten von Thomas Stoll vom Sportkreis Wetterau, Blütenkönigin Jana I. sowie Lisa Schuld von der Abteilung Volleyball ging es schließlich an die »Sandtaufe«. Die beiden Olympia-Siegerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst hatten dafür extra Sand von der Copacabana mitgebracht und den Rodheimer Volleyballern als »Taufgeschenk« übergeben.

Auf vier Feldern können neben Beachvolleyball auch Trendsportarten wie Beachsoccer, Beachhandball und Beachminton ausgeübt werden. Die spezielle Beschaffenheit des zertifizierten Sandes soll dafür sorgen, dass der Platz nicht verhärtet und jederzeit optimale Spielbedingungen bietet. Ein erster Test wurde von Bürgermeister Thomas Alber (im Team mit Thomas Stoll vom Sportkreis Wetterau und der deutschen Meisterin Britta Gerlach) und Wolfgang Lingenau (im Team mit Blütenkönigin Jana I. und Michael Blahak, der zusammen mit Alexander Schuld das »Strandhaus« baute) vorgenommen. Punkte wurden nicht gezählt, weshalb bei der gewohnt freundschaftlichen Begegnung zwischen Vertretern von Stadt und Kreis, Vereinsmitgliedern und Baubeteiligten nichts aufgerechnet werden musste.

Dafür konnten Interessierte hinterher genau in Erfahrung bringen, wonach ein Spielstand entschieden wird. Über Lautsprecher wurden ihnen die Spielregeln erklärt. Die Gelegenheit zu einer Schnupperstunde schien Wirkung zu zeigen: »Das macht Riesenspaß, und man kann mal so richtig aus sich herausgehen«, meinte eine Rosbacherin. Und das mit den Spielregeln war auch schnell erfasst – und passte zu den Schilderungen von Anna Wacker, Abteilungsleiterin Volleyball. Sie erzählte, wie der Beachvolleyball vor 45 Jahren nach Rodheim kam. »Da gab es eine Gruppe Hippies, die im Schwimmbad mit dieser Sportart anfingen, und jetzt ist nach mehreren Umzügen eine richtige Abteilung daraus geworden.« Geht es nach dem Willen des Vereins, war der Umzug an die Sportallee in Rodheim der letzte."

Quelle: www.wetterauer-zeitung.de/regional/wetteraukreis/friedbergbadnauheim/art472,279004