Aktuelles

Senioren Ü64m: Qualifikation für die DM

14. Mrz 2026 | Robert Stodtmeister |
Seniorenü64

Mit zwei überzeugenden 2:0 Siegen gegen den Saarlandmeister Saar Volleys und dem RPF Meister HTC Bad Neuenahr sicherten sich die Rodheimer Seniorenvolleyballer der Altersklasse Ü64 nicht nur dem SWD Meistertitel , sondern qualifizierten sich auch direkt für die am 9. und 10. Mai stattfindenden Deutschen Meisterschaften in Dresden.
Rodheims Mannschaftskapitän Karl Schumann musste zwar gleich auf 3 Verletze verzichten, dennoch setzen sich die „Glorreichen Neun“ souverän durch und gewann die Sätze eindeutig.
„ Wir sind auf allen Positionen mindestens doppelt besetzt und haben mit Libero Uwe Burkard einen Fels in der Brandung, der die Abwehr und Annahme bestens organisiert. Aber auch im Angriff und Zuspiel sind wir sehr gut aufgestellt“, so Schumann.

Foto v.l.: Michael Oldenburg, Paul Jansen, Karl Schumann, Franz-Josef Gründing, Rolf von der Lühe, Ludger Engelhardt, Klaus Pritzkow, Andreas Pakszies und Uwe Burkardt

Herren I:SG Rodheim trotzt dem Favoriten einen Punkt ab

07. Mrz 2026 | Robert Stodtmeister |
H1 04

Im letzten Heimspiel der Regionalliga-Saison zeigte die SG Rodheim noch einmal eine starke Leistung. Gegen den Tabellenzweiten und Aufstiegsaspiranten TV Wiesbach hielten die Wetterauer lange Zeit hervorragend mit und erkämpften sich beim 2:3 einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Die ganz große Sensation blieb zwar aus, doch im Duell Tabellenkeller gegen Tabellenspitze bewies Rodheim, dass der Sieg aus dem vorherigen Spiel beim TV sebamed Bad Salzig kein Zufall gewesen war.

Die Ausgangslage war nach dem Erfolg im Kellerduell eine andere: Während Rodheim weiterhin um den Klassenerhalt kämpfte, reiste Wiesbach als Tabellenzweiter mit klaren Aufstiegsambitionen an. Personell mussten die Gastgeber auf Außenangreifer Julius Fröhlich verzichten, konnten dafür jedoch auf der Liberoposition auf die Unterstützung von Timo Becker bauen.

Der Favorit aus dem Saarland legte im ersten Satz fulminant los. Vor allem über die Diagonalposition setzten die Gäste die Rodheimer von Beginn an unter Druck. Dennoch kämpfte sich die SG zurück ins Spiel und glich zur Satzmitte aus. Eine Schwachstelle der vergangenen Wochen – der Aufschlag – präsentierte sich diesmal deutlich verbessert und wurde durch eine starke Feldabwehr ergänzt. Doch auch Wiesbach glänzte mit druckvollen Sprungaufschlägen. Eine Serie von fünf Punkten in Folge zum Satzende brachte schließlich die Entscheidung zugunsten der Gäste, die den Durchgang mit 25:20 für sich entschieden.

Im zweiten Satz war sofort zu spüren, dass für Rodheim mehr drin war. Die Gastgeber starteten hochmotiviert, die Spannung auf dem Feld entlud sich zeitweise auch in hitzigen Diskussionen um strittige Schiedsrichterentscheidungen, in deren Folge Routinier Tim Wacker eine gelbe Karte sah. Sportlich überzeugte Rodheim jedoch vor allem mit variablem Angriffsspiel. Zuspieler Peter Preisendörfer setzte seine Angreifer immer wieder clever in Szene, insbesondere Christian Ruppert punktete über die Mittelposition aus einer stabilen Annahme um Libero Raid Mukovic. Zur Satzmitte setzte sich die SG mit fünf Punkten ab und nutzte schließlich einen von fünf Satzbällen zum verdienten 25:21-Ausgleich.

Der dritte Satz entwickelte sich zu einem echten Volleyballkrimi. Wiesbach steigerte sich noch einmal, schließlich ging es für die Gäste um wichtige Punkte im Aufstiegsrennen. Von Beginn an lieferten sich beide Teams ein packendes Duell auf hohem Niveau, das auch die Zuschauer in der Rodheimer Halle in seinen Bann zog. Beide Trainer nutzten ihr Auszeitenkontingent, um auf das variable Angriffsspiel des Gegners zu reagieren und taktisch nachzujustieren. In einer dramatischen Schlussphase behielten die Gastgeber die Nerven: Mit 29:27 entschied Rodheim den Satz für sich – auch dank der Erfahrung von Tim Wacker, der in den entscheidenden Momenten Verantwortung übernahm.

Mit der 2:1-Führung war klar: Mindestens ein Punkt würde in Rodheim bleiben. Doch die Gastgeber wollten mehr. Der intensive Spielverlauf hatte jedoch viel Kraft gekostet, was sich vor allem zu Beginn des vierten Satzes bemerkbar machte. Wiesbach ging früh in Führung und baute den Vorsprung zwischenzeitlich auf acht Punkte aus. Die Einwechslungen von Johannes Gruppe und Eman Mukovic brachten jedoch noch einmal frischen Schwung. Vor allem Mukovic spielte groß auf und war im Angriff kaum zu stoppen. Rodheim kämpfte sich zurück und verkürzte auf 18:19 – plötzlich schien sogar der Sieg wieder möglich. Eine Auszeit der Gäste unterbrach jedoch den Rhythmus der SG. Wiesbach stellte sich besser auf die neue Angriffsreihe ein und entschied den Satz schließlich mit 25:20 für sich.

Im entscheidenden Tie-Break machte sich dann die größere Frische der Saarländer bemerkbar. Mit dem klaren Ziel Aufstieg vor Augen mobilisierte Wiesbach noch einmal alle Kräfte und setzte sich deutlich mit 15:8 durch.

Auch wenn die große Überraschung ausblieb, durfte Rodheim am Ende dennoch zufrieden sein. Der gewonnene Punkt im Abstiegskampf könnte noch von großer Bedeutung sein – zumal die direkten Konkurrenten parallel Niederlagen hinnehmen mussten. Damit gehen die Rodheimer mit einer guten Ausgangsposition in die letzten beiden Auswärtsspiele der Saison.

Damen I: Gewinn und Verlust am Heimspieltag der SG Rodheim

07. Mrz 2026 | Robert Stodtmeister |
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Die erste Damenmannschaft der SG Rodheim – auch Piratinnen genannt - bestritten am vergangenen Samstag, dem 7. März 2026, einen langen Heimspieltag, der sportlich wie emotional alles bot: ein starkes erstes Spiel gegen den Gießener SV, einen bitteren Schockmoment und einen Comeback‑Krimi über fünf Sätze gegen den TuS Brandoberndorf.

Spiel 1: SG Rodheim – Gießener SV

Die Piratinnen startete konzentriert und mit viel Energie in den ersten Satz. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Lange Ballwechsel prägten das Spiel, in dem sich weder Rodheim noch Gießen entscheidend absetzen konnte. Am Ende hatten die Piratinnen in den entscheidenden Momenten mehr Ruhe und Durchschlagskraft. Mit 25:23 ging ein hart umkämpfter Satz an die Gastgeberinnen.

Auch Satz zwei verlief spannend und war ein enger Schlagabtausch. Rodheim suchte immer wieder den schnellen Punkt über die Mitte und die Diagonale, während Gießen mit sicherer Feldabwehr dagegenhielt. Beim Stand von 26:25 holte Rodheim den Satzball – doch im Zuge der letzten Aktion verletzte sich eine Rodheimer Spielerin schwer. Trotz des Schocks blieb das sportliche Ergebnis bestehen: 27:25 für die Piratinnen, aber mit deutlich bedrückter Stimmung auf dem Feld.

Trotz des Schocks lieferten die Rodheimer Damen einen überragenden dritten Satz ab. Mit aggressiven Aufschlägen und konsequenter Blockarbeit setzten sie sich schnell ab und ließen Gießen nicht mehr ins Spiel kommen. Das 25:12 war Ausdruck von Kontrolle, Teamgeist und einer starken Reaktion auf die schwierige Situation. Rodheim gewann damit die Begegnung souverän mit 3:0.

Spiel 2: SG Rodheim – TuS Brandoberndorf

Im zweiten Spiel des Tages geriet Rodheim zunächst ins Straucheln. TuS Brandoberndorf - alias Brandy - übernahm früh das Kommando, fand wiederholt bessere Lösungen im Angriff und nutzte Unstimmigkeiten in Rodheims Annahme und Abwehr aus. Auch im Aufschlag unterliefen den Piratinnen zu viele Fehler, während Brandy druckvoll servierte und stabil blieb. Satz eins ging mit 25:20 an die Gäste.

Im zweiten Durchgang bot sich ein ähnliches Bild: Rodheim zeigte gute Ansätze, kam jedoch nicht dauerhaft in den Rhythmus. Immer wenn die Piratinnen eine kleine Serie starteten, fand Brandy die passende Antwort. Beim 22:25 aus Rodheimer Sicht wurde deutlich, dass für einen Sieg eine deutliche Leistungssteigerung nötig war, auch wenn die Körner der Gastgeberinnen fast aufgebraucht waren.

Ab Satz drei wendete sich das Blatt. Rodheim wirkte entschlossener, agierte mutiger im Angriff und organisierte sich spürbar besser auf dem Feld. Die Aufschläge wurden präziser, die Abwehr kompakter, und die Piratinnen kämpften um jeden Ball. Mit 25:22 meldeten sie sich eindrucksvoll zurück.

Im vierten Satz setzte sich diese Entwicklung fort. Rodheim bestimmte zunehmend das Tempo, erspielte sich mehr direkte Breaks und zeigte vor allem im Block-Abwehr-Verbund klare Fortschritte. Der Satzgewinn mit einem 25:19 zeigte, dass Rodheim den unbedingten Willen hatte, auch in diesem Spiel als Sieger vom Platz zu gehen.

Im Tiebreak ließen die Piratinnen nichts mehr anbrennen. Früh erzwangen sie eine komfortable Führung und hielten diese mit viel Selbstvertrauen bis zum Ende. Mit 15:7 setzte Rodheim ein deutliches Ausrufezeichen und holte sich nach 0:2‑Rückstand den verdienten 3:2‑Erfolg.

Die SG Rodheim beendete diesen Heimspieltag mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Natürlich ist die Freude über die gewonnenen Punkte groß.“, resümiert Trainerin Anna Wacker nach dem Spiel. „Leider müssen wir jedoch den Verlust von sogar zwei Spielerinnen verschmerzen. Neben der schweren Verletzung von Hannah entschied sich Lisa dazu, ihre Volleyballkarriere zu beenden. Das trifft uns sehr hart, weil beide Spielerinnen wichtige Bestandteile der Mannschaft sind.“ Am 21. März treffen die Piratinnen auf ihren Tabellenverfolger Bad Arolsen. Im letzten Spiel der Saison können die Rodheimerinnen als sicherer Tabellendritter frei aufspielen.

Für Rodheim spielten: Alina Schack, Ariette Schmidt, Theresa Fritsche, Miriam Oberhofer, Linda Gläser, Denise Kuss, Lisa Köhler, Antonia Thiedmann, Hannah Knopp, Anna Wacker (Coach)

Herren I:Big Points im Kellerduell: SG Rodheim gewinnt 3:1 in Bad Salzig

21. Feb 2026 | Robert Stodtmeister |
H1 04

Im richtungsweisenden Kellerduell der Regionalliga hat die SG Rodheim beim TV sebamed Bad Salzig ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem 3:1-Auswärtssieg wahrten die Wetterauer ihre Chance auf den Klassenerhalt. Durch den Erfolg schloss die SG punktgleich zu Bad Salzig auf und verkürzte den Abstand zum rettenden Ufer – auch, weil Sinzig sein Parallelspiel verlor. Ein Sieg war zwingend notwendig, um die Hoffnung auf den Ligaverbleib am Leben zu erhalten.

Nach einer intensiven Trainingswoche gingen die Rodheimer hochmotiviert und konzentriert in die Partie. Neben den Langzeitverletzten Nikan Foroutan und Jakob Peiffer musste Spielertrainer Johannes Fröhlich erneut auf Stammlibero Raid Mukovic verzichten. Für ihn rückte Moritz Sachs in die Liberoposition – und machte seine Sache stark. Ein stabiler Annahmeriegel um Sachs bildete die Grundlage für den wichtigen Satzgewinn zu Beginn.

Die Gäste starteten druckvoll in die Begegnung. Nach zwei frühen Auszeiten der Gastgeber erspielte sich Rodheim zur Satzmitte einen Fünf-Punkte-Vorsprung. Doch plötzlich schlichen sich Eigenfehler ein, der Vorsprung schmolz dahin. Beim Stand von 22:22 reagierte Fröhlich mit einer Auszeit und stellte sein Team neu ein. Mit dem für den Aufschlag eingewechselten Carlo Drügh behielten die Rodheimer schließlich die Nerven und sicherten sich den ersten Durchgang.

Auch in Satz zwei erwischte die SG den besseren Start. Doch nun erhöhte Bad Salzig den Aufschlagdruck deutlich, brachte Rodheims Annahme ins Wanken und ging erstmals in Führung. Die Schwächephase der Gäste währte jedoch nicht lange. Zuspieler Peter Preisendörfer setzte seine Angreifer – allen voran die Außenangreifer Johannes Fröhlich und späteren MVP Tom Fritsche – immer wieder gekonnt in Szene. Mit 25:23 entschieden die Rodheimer auch den zweiten Satz für sich.

Im dritten Durchgang bot sich ein anderes Bild. Ungenaue Annahmen und eine hohe Eigenfehlerquote im Angriff ließen Bad Salzig zurück ins Spiel kommen. Auch ein Wechsel auf der Zuspielposition beim Stand von 10:15 brachte nicht die erhoffte Wende. Der Satz ging deutlich mit 17:25 an die Gastgeber.

Nicht besser begann der vierte Abschnitt. Schnell geriet Rodheim mit fünf Punkten ins Hintertreffen. Allen war bewusst: Dieser Satz musste gewonnen werden, wollte man die enorm wichtigen drei Punkte mit in die Wetterau nehmen. Und die Mannschaft fand zurück zu ihrer Stabilität aus dem ersten Satz. Spektakuläre Blockaktionen des eingewechselten Arne Bonn sowie ein druckvolles Aufschlagsspiel brachten die Gäste zur Satzmitte zurück ins Spiel. Rodheim erspielte sich drei Matchbälle – und nach einer starken Aktion von Routinier Tim Wacker war der umjubelte Sieg perfekt.

Mit dem 3:1-Erfolg wahrt die SG Rodheim ihre Chance im Abstiegskampf und sendet ein klares Lebenszeichen. In zwei Wochen, am 7. März, steht das letzte Heimspiel der Saison an: Dann empfängt die SG den TV Wiesbach und hofft auf zahlreiche Unterstützung in eigener Halle, um gegen den Tabellenzweiten für eine Überraschung zu sorgen.

Herren II: Niederlage gegen Gießen

21. Feb 2026 | Robert Stodtmeister |
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Am Samstag, den 21.02.23, spielte die SG Rodheim II gegen den USC Gießen. Personell stark dezimiert ging man in die Partie, zeigte aber von Beginn an eine ordentliche Leistung.

Im ersten Satz starteten die Rodheimer gut und erspielten sich eine kleine Führung. Gegen Ende schlichen sich jedoch zu viele Eigenfehler ein, sodass der Satz noch knapp mit 23:25 abgegeben wurde.

Der zweite Durchgang war ein Ebenbild des ersten Satzes. Über die gesamte Satzdauer blieb es eng, doch erneut verhinderten zu viele Fehler in der Schlussphase einen möglichen Satzerfolg. Mit 24:26 ging auch dieser Satz an Gießen.

Im dritten Satz zeigte die SG Rodheim II dann eine klare Leistungssteigerung. Die Annahme stabilisierte sich deutlich, die Mittelblocker setzten im Angriff wichtige Akzente und auch die Fehlerquote wurde spürbar reduziert. Dazu kam eine engagierte Abwehrarbeit. Folgerichtig gewann Rodheim den Satz verdient mit 25:20.

Im vierten Satz merkte man jedoch, dass Gießen den Sieg unbedingt wollte. Die Fehlerquote stieg – vor allem in der Annahme – wieder an, auch in der Abwehr fehlte die letzte Konsequenz. So ging der Satz deutlich mit 16:25 verloren, womit die Partie 1:3 endete.

Insgesamt war es kein gutes Spiel der Rodheimer, dennoch zeigen die knappen Satzergebnisse, dass selbst in solchen Spielen immer die Chance besteht, einen Satz – oder auch mehr – für sich zu entscheiden. Mit viel Lust und Siegeswillen geht es nun in die letzten vier Saisonspiele.

Für die SG Rodheim spielten: Stefan Brömmeling, Alexander Steinberg, Stefan Kann, Konstantin Stodtmeister, Ben Zander, Detlef Zschiesche, Robert Stodtmeister, Lionel Fröhlich, Andreas Zander, Thomas Lingenau

Damen I: Auf Achterbahnfahrt in Marburg

08. Feb 2026 | Robert Stodtmeister |
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"Auch wenn wir uns gestern nicht mit einem Sieg belohnen konnten, haben wir doch eine sehr gute Leistung über weite Teile des Spiels gezeigt.", begann Wacker am Montag nach dem Auswärtsspiel gegen Marburg die Nachbesprechung mit ihrem Team. "Es gibt keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Wir können mit unserer Leistung wirklich zufrieden sein." 
 
Die erste Damenmannschaft der SG Rodheim erlebte am vergangenen Sonntag eine wilde Achterbahnfahrt beim Auswärtsspiel gegen den Tabellenführer der Landesliga Nord. Mit breiter Brust und großem Siegeswillen reiste man mit 9 Spielerinnen zum SF Blau-Gelb Marburg, fest entschlossen, sich mit einem 3-Punkte-Sieg weiterhin an die Fersen der SG Johannesberg (Tabellenplatz 2) zu heften.  
 
Mit Anpfiff von Satz 1 zeigte Marburg jedoch, warum sie die Tabelle anführen. Druckvolle Aufschläge und Angriffe sowie eine gute Abwehrarbeit machten es den Rodheimerinnen schwer, ins Spiel zu finden. So gerieten sie recht schnell in Rückstand, und die Gastgeberinnen wähnten sich zunehmend siegessicher. Doch das war nur die Ruhe vor dem Sturm. Denn die SGR erarbeitete sich mit jedem gewonnenen Punkt mehr Selbstvertrauen. Die Abstimmung funktionierte zunehmend besser, der Aufschlagdruck auf Marburg wuchs, die Angriffe schlugen deftig beim Gastgeber ein, und so war man in der Crunchtime auf Augenhöhe mit dem Gegenüber. Furios wehrten die Rodheimer Damen drei Satzbälle ab und drehten in einer spektakulären Ralley diesen ersten Durchgang zum Satzgewinn mit 31:29. 
 
Im Freudentaumel und voller Euphorie wechselte man die Spielfeldseite. Jetzt den Schwung mitnehmen, den Gegner weiter unter Druck setzen und die Konzentration hoch halten. Der Matchplan stand fest, alle waren bereit und schritten mit breiter Brust auf's Feld. Doch bereits nach den ersten gespielten Bällen verloren die SGlerinnen den roten Faden. Marburg war nicht zu stoppen und brachte Rodheim völlig aus dem Konzept. Und so holte sich der SF Blau-Gelb den Satz mit 9:25 und die SGR ihr Negativ-Highlight der Saison. 
 
Doch das Team von Trainerin Anna Wacker zeichnet eines ganz besonders aus: dass es nach solch einem verkorksten Satz noch stärker zurück kommt. Und so war es auch in Durchgang drei. Als hätte Satz zwei nie stattgefunden, präsentierten sich die Rodheimerinnen kämpferisch und setzten die Gastgeberinnen konstant unter Druck. Sie dominierten diesen Satz vom Anfang bis zum Schluss. Mit 25:21 ging Durchgang drei an die SGR. 
 
"Lasst uns jetzt gewinnen und drei Punkte mit nach Hause nehmen.", waren sich alle einig. Rodheim startete stark und entschlossen in diesen vierten Satz, bis sich beim Stand von 7:7 die Zuspielerin der Gastgeberinnen schwer verletzte. Nachdem die Spielerin versorgt und Marburg wieder auf dem Feld war, setzte sich die SGR zunächst mit einer Serie von 6 Punkten deutlich ab. Die Zeichen standen auf Sieg. Doch der Tabellenführer schaffte es durch viel Kampfgeist sich wieder heranzuarbeiten. Marburg vereitelte Rodheims Punktchancen ein ums andere Mal und brachte die SGR in der Crunchtime mit zwei Aufschlagserien immer mehr ins Hintertreffen. Das konnten die Gäste trotz einer starken kämpferischen Leistung nicht mehr aufholen und mussten sich in Satz vier mit 18:25 geschlagen geben.
 
Im Tiebreak bot sich ein ähnliches Bild. Rodheim gab alles, kämpfte um jeden Ball und hatte dennoch zu häufig das Nachsehen. So endete dieser fünfte Durchgang mit 15:10 und das Spiel mit 3:2 für den SF Blau-Gelb Marburg. 
 
Auch wenn die Enttäuschung nach dem Spiel groß war, schauen die Rodheimer Damen zuversichtlich auf den kommenden Spieltag. Am 07. März bestreiten sie ihr letztes Heimspiel der aktuellen Saison. Zu Gast sind der Gießener SV und der TuS Brandoberndorf (Brandy genannt). Zuschauer sind wie immer herzlich willkommen. 
 
 
Es spielten: Antonia Thiedmann, Ariette Schmidt, Denise Kuss, Theresa Fritsche, Anja Päsel, Hannah Knopp, Alina Schack, Miriam Oberhofer, Trainerin Anna Wacker