Damen I: Piratinnen entern wichtige Punkte im Aufstiegskampf - trotz Ferienpause

Damen I: Piratinnen entern wichtige Punkte im Aufstiegskampf - trotz Ferienpause

18. Okt 2026 | Robert Stodtmeister |
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Nach zweiwöchiger Herbstpause mit deutlich reduzierter Trainingsbeteiligung stand für die 1. Damenmannschaft der SG Rodheim zum Heimspieltag am vergangenen Sonntag, dem 18.10.2026 in der Landesliga Hessen Nord eine echte Standortbestimmung an. Mit dem USC Gießen I und dem VfL Bad Arolsen warteten zwei anspruchsvolle Gegner auf die Rodheimer Piratinnen. Am Ende standen zwar nur vier statt der erhofften sechs Punkte auf dem Konto, doch Kampfgeist, Leidenschaft und eine starke Mannschaftsleistung sorgten dafür, dass die Piratinnen weiterhin Kurs auf die oberen Tabellenplätze halten.

Volleyball-Krimi gegen den USC Gießen

Im ersten Spiel des Tages trafen die Piratinnen zu früher Stunde auf den USC Gießen I. Von Beginn an entwickelte sich die erwartet intensive Partie zweier Teams auf Augenhöhe.

Dabei erwischte Rodheim den deutlich besseren Start. Mit konstant druckvollen Aufschlägen setzten die Gastgeberinnen die Gießener Annahme massiv unter Druck. Die Gäste fanden kaum ins Spiel, während bei den Piratinnen von der Annahme über das Zuspiel bis hin zum Angriff alles wie am Schnürchen lief. Punkt um Punkt setzte sich Rodheim ab und sicherte sich den ersten Satz souverän mit 25:17.

Was im ersten Durchgang noch nahezu perfekt funktioniert hatte, war im zweiten Satz wie weggeblasen. Zahlreiche Eigenfehler in nahezu allen Spielelementen brachten die Rodheimerinnen früh ins Hintertreffen. Gießen nutzte die Schwächephase konsequent aus und glich mit 25:17 nach Sätzen aus.

Danach entwickelte sich ein echter Volleyball-Krimi. In Satz drei und vier schenkten sich beide Mannschaften keinen Zentimeter Hallenboden. Spektakuläre Rettungsaktionen, lange Ballwechsel und leidenschaftliche Abwehraktionen prägten das Spiel. Kein Ball wurde verloren gegeben, jede Mannschaft stemmte sich mit aller Kraft gegen den drohenden Satzverlust. Rodheim behielt im dritten Satz mit 25:21 die Oberhand, ehe Gießen mit einem 25:20 im vierten Durchgang die Antwort lieferte.

Der Tie-Break hatte schließlich alles, was ein Spitzenspiel braucht. Die Spannung war kaum noch zu überbieten, die Luft in der Halle brannte. Beide Teams kämpften um jeden einzelnen Ball, jeder Punktgewinn wurde frenetisch gefeiert. Die Piratinnen warfen noch einmal alles in die Waagschale, doch das glücklichere Ende hatten dann doch die Gäste aus Gießen. Mit 15:13 entschieden sie den fünften Satz denkbar knapp für sich und entführten den Sieg aus Rodheim.

Gestärkt zurück aufs Feld

Nach der bitteren Niederlage galt es, die Enttäuschung schnell abzuschütteln. Dank reichlich Kuchen, Laugengebäck und Salat wurden die Energiespeicher wieder aufgefüllt, bevor es gegen den VfL Bad Arolsen weiterging, der nach langer Anreise aus Nordhessen in Rodheim angekommen war.

Die Piratinnen kehrten mit einem klaren Ziel auf das Feld zurück: Drei Punkte sollten her.

Piratinnen segeln zu drei wichtigen Punkten

Die ersten beiden Sätze verliefen zunächst ausgeglichen. Bad Arolsen hielt stark dagegen und zeigte, warum die Mannschaft trotz der langen Anfahrt nicht zu unterschätzen war. Doch auch mit müden Beinen kämpften die Rodheimerinnen um jeden Ball. Vor allem die druckvollen Aufschläge und das variable Angriffsspiel brachten die Gäste immer wieder in Schwierigkeiten.

So sicherten sich die Piratinnen den ersten Satz knapp mit 25:23 und legten im zweiten Durchgang noch eine Schippe drauf. Mit zunehmender Spieldauer übernahm die SGR immer mehr die Kontrolle und belohnte sich mit einem verdienten 25:20.

Im dritten Satz war allen bewusst, wie wichtig es sein würde, die Konzentration hochzuhalten und eine unnötige Verlängerung zu vermeiden. Trotz schwerer Beine war der Wille der Rodheimerinnen ungebrochen. Mit viel Druck, Energie und Leidenschaft gingen die Piratinnen in die entscheidenden Ballwechsel und wurden dafür belohnt. Während Bad Arolsen kaum noch Antworten fand, funktionierte auf Rodheimer Seite nun nahezu alles. Kaum ein Punkt wurde den Gegnerinnen kampflos überlassen, Angriff um Angriff fand sein Ziel.

Mit einem deutlichen 25:15 machten die Piratinnen den Sack zu und steuerten sicher in Richtung 3:0-Erfolg.

Weiter auf Aufstiegskurs

Mit dem hart erkämpften Punktgewinn gegen den USC Gießen und den drei wichtigen Punkten gegen den VfL Bad Arolsen verbucht die SG Rodheim insgesamt vier Zähler auf ihrem Konto. Nach einem langen und kräftezehrenden Heimspieltag bleiben die Piratinnen damit weiterhin in Schlagdistanz zur Tabellenspitze und halten ihre Chancen auf den Oberliga-Aufstieg am Leben.

Die Richtung stimmt: Mit Teamgeist, Kampfbereitschaft und dem unbedingten Willen, jedes Spiel bis zum letzten Ballwechsel anzunehmen, wollen die Rodheimer Piratinnen auch in den kommenden Wochen weiter auf Beutezug gehen.

SGR: Alina Schack, Anja Päsel, Ariette Schmidt, Anna Wacker (Trainerin), Cathrin Hofmann, Denise Kuss, Jessi Di Salvo, Katrin Hultsch, Antonia Thiedmann, Tine Doll, Krissi Müller, Eileen Biedenkapp, Caroline Wallenfels