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Herren I:Big Points im Kellerduell: SG Rodheim gewinnt 3:1 in Bad Salzig

21. Feb 2026 | Robert Stodtmeister |
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Im richtungsweisenden Kellerduell der Regionalliga hat die SG Rodheim beim TV sebamed Bad Salzig ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem 3:1-Auswärtssieg wahrten die Wetterauer ihre Chance auf den Klassenerhalt. Durch den Erfolg schloss die SG punktgleich zu Bad Salzig auf und verkürzte den Abstand zum rettenden Ufer – auch, weil Sinzig sein Parallelspiel verlor. Ein Sieg war zwingend notwendig, um die Hoffnung auf den Ligaverbleib am Leben zu erhalten.

Nach einer intensiven Trainingswoche gingen die Rodheimer hochmotiviert und konzentriert in die Partie. Neben den Langzeitverletzten Nikan Foroutan und Jakob Peiffer musste Spielertrainer Johannes Fröhlich erneut auf Stammlibero Raid Mukovic verzichten. Für ihn rückte Moritz Sachs in die Liberoposition – und machte seine Sache stark. Ein stabiler Annahmeriegel um Sachs bildete die Grundlage für den wichtigen Satzgewinn zu Beginn.

Die Gäste starteten druckvoll in die Begegnung. Nach zwei frühen Auszeiten der Gastgeber erspielte sich Rodheim zur Satzmitte einen Fünf-Punkte-Vorsprung. Doch plötzlich schlichen sich Eigenfehler ein, der Vorsprung schmolz dahin. Beim Stand von 22:22 reagierte Fröhlich mit einer Auszeit und stellte sein Team neu ein. Mit dem für den Aufschlag eingewechselten Carlo Drügh behielten die Rodheimer schließlich die Nerven und sicherten sich den ersten Durchgang.

Auch in Satz zwei erwischte die SG den besseren Start. Doch nun erhöhte Bad Salzig den Aufschlagdruck deutlich, brachte Rodheims Annahme ins Wanken und ging erstmals in Führung. Die Schwächephase der Gäste währte jedoch nicht lange. Zuspieler Peter Preisendörfer setzte seine Angreifer – allen voran die Außenangreifer Johannes Fröhlich und späteren MVP Tom Fritsche – immer wieder gekonnt in Szene. Mit 25:23 entschieden die Rodheimer auch den zweiten Satz für sich.

Im dritten Durchgang bot sich ein anderes Bild. Ungenaue Annahmen und eine hohe Eigenfehlerquote im Angriff ließen Bad Salzig zurück ins Spiel kommen. Auch ein Wechsel auf der Zuspielposition beim Stand von 10:15 brachte nicht die erhoffte Wende. Der Satz ging deutlich mit 17:25 an die Gastgeber.

Nicht besser begann der vierte Abschnitt. Schnell geriet Rodheim mit fünf Punkten ins Hintertreffen. Allen war bewusst: Dieser Satz musste gewonnen werden, wollte man die enorm wichtigen drei Punkte mit in die Wetterau nehmen. Und die Mannschaft fand zurück zu ihrer Stabilität aus dem ersten Satz. Spektakuläre Blockaktionen des eingewechselten Arne Bonn sowie ein druckvolles Aufschlagsspiel brachten die Gäste zur Satzmitte zurück ins Spiel. Rodheim erspielte sich drei Matchbälle – und nach einer starken Aktion von Routinier Tim Wacker war der umjubelte Sieg perfekt.

Mit dem 3:1-Erfolg wahrt die SG Rodheim ihre Chance im Abstiegskampf und sendet ein klares Lebenszeichen. In zwei Wochen, am 7. März, steht das letzte Heimspiel der Saison an: Dann empfängt die SG den TV Wiesbach und hofft auf zahlreiche Unterstützung in eigener Halle, um gegen den Tabellenzweiten für eine Überraschung zu sorgen.

Herren II: Niederlage gegen Gießen

21. Feb 2026 | Robert Stodtmeister |
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Am Samstag, den 21.02.23, spielte die SG Rodheim II gegen den USC Gießen. Personell stark dezimiert ging man in die Partie, zeigte aber von Beginn an eine ordentliche Leistung.

Im ersten Satz starteten die Rodheimer gut und erspielten sich eine kleine Führung. Gegen Ende schlichen sich jedoch zu viele Eigenfehler ein, sodass der Satz noch knapp mit 23:25 abgegeben wurde.

Der zweite Durchgang war ein Ebenbild des ersten Satzes. Über die gesamte Satzdauer blieb es eng, doch erneut verhinderten zu viele Fehler in der Schlussphase einen möglichen Satzerfolg. Mit 24:26 ging auch dieser Satz an Gießen.

Im dritten Satz zeigte die SG Rodheim II dann eine klare Leistungssteigerung. Die Annahme stabilisierte sich deutlich, die Mittelblocker setzten im Angriff wichtige Akzente und auch die Fehlerquote wurde spürbar reduziert. Dazu kam eine engagierte Abwehrarbeit. Folgerichtig gewann Rodheim den Satz verdient mit 25:20.

Im vierten Satz merkte man jedoch, dass Gießen den Sieg unbedingt wollte. Die Fehlerquote stieg – vor allem in der Annahme – wieder an, auch in der Abwehr fehlte die letzte Konsequenz. So ging der Satz deutlich mit 16:25 verloren, womit die Partie 1:3 endete.

Insgesamt war es kein gutes Spiel der Rodheimer, dennoch zeigen die knappen Satzergebnisse, dass selbst in solchen Spielen immer die Chance besteht, einen Satz – oder auch mehr – für sich zu entscheiden. Mit viel Lust und Siegeswillen geht es nun in die letzten vier Saisonspiele.

Für die SG Rodheim spielten: Stefan Brömmeling, Alexander Steinberg, Stefan Kann, Konstantin Stodtmeister, Ben Zander, Detlef Zschiesche, Robert Stodtmeister, Lionel Fröhlich, Andreas Zander, Thomas Lingenau

Damen I: Auf Achterbahnfahrt in Marburg

08. Feb 2026 | Robert Stodtmeister |
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"Auch wenn wir uns gestern nicht mit einem Sieg belohnen konnten, haben wir doch eine sehr gute Leistung über weite Teile des Spiels gezeigt.", begann Wacker am Montag nach dem Auswärtsspiel gegen Marburg die Nachbesprechung mit ihrem Team. "Es gibt keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Wir können mit unserer Leistung wirklich zufrieden sein." 
 
Die erste Damenmannschaft der SG Rodheim erlebte am vergangenen Sonntag eine wilde Achterbahnfahrt beim Auswärtsspiel gegen den Tabellenführer der Landesliga Nord. Mit breiter Brust und großem Siegeswillen reiste man mit 9 Spielerinnen zum SF Blau-Gelb Marburg, fest entschlossen, sich mit einem 3-Punkte-Sieg weiterhin an die Fersen der SG Johannesberg (Tabellenplatz 2) zu heften.  
 
Mit Anpfiff von Satz 1 zeigte Marburg jedoch, warum sie die Tabelle anführen. Druckvolle Aufschläge und Angriffe sowie eine gute Abwehrarbeit machten es den Rodheimerinnen schwer, ins Spiel zu finden. So gerieten sie recht schnell in Rückstand, und die Gastgeberinnen wähnten sich zunehmend siegessicher. Doch das war nur die Ruhe vor dem Sturm. Denn die SGR erarbeitete sich mit jedem gewonnenen Punkt mehr Selbstvertrauen. Die Abstimmung funktionierte zunehmend besser, der Aufschlagdruck auf Marburg wuchs, die Angriffe schlugen deftig beim Gastgeber ein, und so war man in der Crunchtime auf Augenhöhe mit dem Gegenüber. Furios wehrten die Rodheimer Damen drei Satzbälle ab und drehten in einer spektakulären Ralley diesen ersten Durchgang zum Satzgewinn mit 31:29. 
 
Im Freudentaumel und voller Euphorie wechselte man die Spielfeldseite. Jetzt den Schwung mitnehmen, den Gegner weiter unter Druck setzen und die Konzentration hoch halten. Der Matchplan stand fest, alle waren bereit und schritten mit breiter Brust auf's Feld. Doch bereits nach den ersten gespielten Bällen verloren die SGlerinnen den roten Faden. Marburg war nicht zu stoppen und brachte Rodheim völlig aus dem Konzept. Und so holte sich der SF Blau-Gelb den Satz mit 9:25 und die SGR ihr Negativ-Highlight der Saison. 
 
Doch das Team von Trainerin Anna Wacker zeichnet eines ganz besonders aus: dass es nach solch einem verkorksten Satz noch stärker zurück kommt. Und so war es auch in Durchgang drei. Als hätte Satz zwei nie stattgefunden, präsentierten sich die Rodheimerinnen kämpferisch und setzten die Gastgeberinnen konstant unter Druck. Sie dominierten diesen Satz vom Anfang bis zum Schluss. Mit 25:21 ging Durchgang drei an die SGR. 
 
"Lasst uns jetzt gewinnen und drei Punkte mit nach Hause nehmen.", waren sich alle einig. Rodheim startete stark und entschlossen in diesen vierten Satz, bis sich beim Stand von 7:7 die Zuspielerin der Gastgeberinnen schwer verletzte. Nachdem die Spielerin versorgt und Marburg wieder auf dem Feld war, setzte sich die SGR zunächst mit einer Serie von 6 Punkten deutlich ab. Die Zeichen standen auf Sieg. Doch der Tabellenführer schaffte es durch viel Kampfgeist sich wieder heranzuarbeiten. Marburg vereitelte Rodheims Punktchancen ein ums andere Mal und brachte die SGR in der Crunchtime mit zwei Aufschlagserien immer mehr ins Hintertreffen. Das konnten die Gäste trotz einer starken kämpferischen Leistung nicht mehr aufholen und mussten sich in Satz vier mit 18:25 geschlagen geben.
 
Im Tiebreak bot sich ein ähnliches Bild. Rodheim gab alles, kämpfte um jeden Ball und hatte dennoch zu häufig das Nachsehen. So endete dieser fünfte Durchgang mit 15:10 und das Spiel mit 3:2 für den SF Blau-Gelb Marburg. 
 
Auch wenn die Enttäuschung nach dem Spiel groß war, schauen die Rodheimer Damen zuversichtlich auf den kommenden Spieltag. Am 07. März bestreiten sie ihr letztes Heimspiel der aktuellen Saison. Zu Gast sind der Gießener SV und der TuS Brandoberndorf (Brandy genannt). Zuschauer sind wie immer herzlich willkommen. 
 
 
Es spielten: Antonia Thiedmann, Ariette Schmidt, Denise Kuss, Theresa Fritsche, Anja Päsel, Hannah Knopp, Alina Schack, Miriam Oberhofer, Trainerin Anna Wacker

Herren II: Starker Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt

07. Feb 2026 | Robert Stodtmeister |
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Am Samstag, den 7.2., trat die SG Rodheim auswärts beim damaligen Tabellenzweiten Eintracht Frankfurt an.

Von Beginn an zeigte sich Rodheim von seiner besten Seite: starke Aufschläge, eine gut organisierte Block-Abwehr und eine hohe Angriffsquote sorgten für einen souveränen Start. Satz eins ging deutlich mit 25:18 an Rodheim.

Auch im zweiten Durchgang startete Rodheim stark, doch Frankfurt hielt nun besser dagegen. Starke Angriffe von Zander, wichtige Blocks von Brömmeling und Steinberg sowie vor allem eine lange und druckvolle Aufschlagserie von Stodtmeister gaben letztlich den Ausschlag. Mit 25:19 sicherte sich Rodheim auch den zweiten Satz.

Trotz des guten Gefühls gelang es der SG Rodheim anschließend nicht, an die bisherigen Leistungen anzuknüpfen. Frankfurt erhöhte den Aufschlagdruck deutlich und setzte Rodheim zunehmend unter Druck. Die Folge waren zwei klare Satzverluste (17:25, 17:25), sodass die Entscheidung im Tiebreak fallen musste.

Dort fand Rodheim jedoch wieder zurück ins Spiel. Die Aufschläge wurden erneut druckvoller, auch in der Abwehr setzte man wieder wichtige Akzente. So erspielte sich die SG eine komfortable 13:8-Führung. Zwar wurde es beim Stand von 14:14 noch einmal spannend, doch Rodheim behielt letztlich die Nerven und gewann den Tiebreak mit 16:14 – und damit verdient zwei wichtige Punkte.

Insgesamt war es eine der besten Saisonleistungen der SG Rodheim, auf der sich für das anstehende Heimspiel gegen Schlusslicht Gießen aufbauen lässt.

Für die SG Rodheim spielten:
Stefan Kann, Andreas Zander, Thomas Lingenau, Timo Becker, Ben Zander, Alexander Steinberg, Robert Stodtmeister, Detlef Zschiesche, Konstantin Stodtmeister, Stefan Brömmeling

Herren II: Pleite gegen Tabellenführer

01. Feb 2026 | Robert Stodtmeister |
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Am Sonntag, den 1. Februar, empfing die SG Rodheim II den Tabellenführer TV Biedenkopf. Aufgrund einer Hallenverlegung fand das Heimspiel nicht wie gewohnt in Rodheim, sondern in der Eisenkrainhalle in Rosbach statt.

Die SG Rodheim II startete stark in die Partie. Im ersten Satz sorgten druckvolle Aufschläge und eine stabile Annahme für einen gelungenen Beginn. Rodheim hielt gut mit und setzte Biedenkopf immer wieder unter Druck. Gegen Ende des Satzes zeigte der Tabellenführer jedoch seine Qualität, brachte starke Aufschläge ins Feld und entschied den Satz knapp mit 25:23 für sich.
Im zweiten Durchgang verlor Rodheim etwas den Zugriff auf das Spiel. Der Aufschlagdruck ließ nach, im Angriff fehlten klare Lösungen und Biedenkopf hatte das Spielgeschehen weitgehend unter Kontrolle. So ging der Satz deutlich mit 25:16 an die Gäste.
Im dritten Satz fand die SG Rodheim II wieder besser ins Spiel. Erneut gelang ein guter Start mit viel Druck im Aufschlag. Biedenkopf ließ sich jedoch nicht abschütteln und blieb konstant. In den entscheidenden Momenten agierten die Gäste abgeklärter und sicherten sich auch diesen Satz knapp mit 26:24.

Trotz der 0:3-Niederlage kann die SG Rodheim II mit ihrer Leistung zufrieden sein. Vor allem phasenweise zeigte das Team eine starke Vorstellung gegen den Tabellenführer und bewies, dass es auch mit den Spitzenmannschaften der Liga mithalten kann.

Für die SG Rodheim spielten: Stefan Brömmeling, Andreas Zander, Stefan Kann, Alexander Steinberg, Ben Zander, Konstantin Stodtmeister, Timo Becker, Detlef Zschiesche, Robert Stodtmeister, Rolf Oberhofer

U20 männlich: Wunder von Darmstadt: Rodheim schreibt U20‑Hessenmeister‑Märchen

31. Jan 2026 | Robert Stodtmeister |
Titelfoto2026
Darmstadt, 31. Januar 2026. Die U20 der SG Rodheim hat in der Kasinohalle Darmstadt ein echtes Sportmärchen geschrieben. Mit dem kleinsten und zugleich jüngsten Kader des gesamten Turniers – acht einsatzfähige Spieler im Alter von 15, 15, 16, 17, 17, 17, 18 und 18 Jahren – trat das Team als klarer Außenseiter an und setzte sich gegen durchweg U20‑Oberliga‑Gegner durch, obwohl Rodheim selbst „nur“ in der Landesliga spielt.
Dazu kamen erschwerte Rahmenbedingungen: Drei Spieler fielen krank bzw. verletzt aus; Colin Schempp gab nach Bänderriss sein Comeback, Frederik Grübel spielte trotz einer frischen Bänderdehnung, Fabian Luczak reiste mit Fieber an – und alle drei stellten sich in den Dienst der Mannschaft.
Vorrunde
Spiel 1: DSW Darmstadt 1 – SG Rodheim 2:0 (25:17, 25:13)
Zum Auftakt traf Rodheim auf den Gastgeber DSW Darmstadt 1, der mit einem tiefen 14‑Mann‑Kader und dem klaren Ziel „Hessenmeister“ antrat. Trotz couragierter Phasen setzte sich die Heim‑Sieben durch.
Spiel 2: JSG Vellmar/Kassel – SG Rodheim 0:2 (23:25, 15:25)
Im zweiten Spiel fand Rodheim seinen Rhythmus. Mit stabiler Annahme, variablen Angriffen und cleverem Aufschlagdruck holte das Team einen verdienten 2:0‑Erfolg – die Basis für eine perfekte K.-o.-Phase.
Halbfinale – SG Rodheim vs. TuS Kriftel 2:0 (25:23, 25:20)
Kriftel, die „Übermacht“ des Turniers, trat mit hochkarätigem Kader und 2.-Liga‑Zuspieler an. Rodheim startete nervös, geriet 4:8 ins Hintertreffen, blieb aber geduldig. Über Frederik Grübels Präsenz im Mittelblock, Fabian Luczaks immer wieder „brutale“ Blocks und Lionel Fröhlichs mutiges Zuspiel fand das Team zurück. Beim 20:20 war alles offen, die Crunchtime entschied Rodheim 25:23 – auch dank starker Nerven in Annahme und Feldabwehr.
Rodheim teilte die Aufgaben smart auf – Colin Schempp übernahm vorrangig die Annahme, Bogdan Rudi fokussierte die Abwehr. Diese Spezialisierung stabilisierte das Side‑Out und gab den Angreifern die nötige Sicherheit.
In Satz 2 fand Kriftel gegen den Rodheims Block kaum Durchkommen und stellte sogar den Zuspieler aus dem 2.-Liga‑Kader auf Angriff, um taktisch gegenzusteuern. Rodheim blieb cool: Ben Zander und Julius Fröhlich punkteten über Außen, Konstantin Stodtmeister traf diagonal in wichtigen Momenten – 25:20. Die erste Sensation das Abends war geschehen.
Mit dem Halbfinal‑Sieg war gleichzeitig das Ticket zu den Regionalmeisterschaften gelöst – ein Meilenstein für das junge Team.
Finale – SG Rodheim vs. DSW Darmstadt 1 2:1 (21:25, 25:22, 15:13)
Bevor der erste Ball im Finale flog, verwandelte sich die Darmstädter Kasinohalle in eine Bühne, wie man sie sonst nur aus dem Profivolleyball kennt. Die Anmoderation erfolgte mit Hallensprecher, Musik, Spotlights und der namentlichen Vorstellung beider Teams.
Als die SG Rodheim einzeln aufgerufen wurde und einer nach dem anderen unter Applaus einlief, entstand ein echter Gänsehautmoment: Acht junge Spieler, körperlich unterlegen, erschöpft vom Halbfinal‑Fight – und doch voller Entschlossenheit, dem Favoriten noch einmal alles entgegenzuwerfen.
Die Atmosphäre elektrisierte die Halle. Eltern, angereiste Jugendspieler und sogar neutrale Zuschauer erhoben sich, als die Mannschaft im Halbkreis stand, sich einschwor und gemeinsam den harten Finalweg antrat.
Gastgeber DSW Darmstadt, erneut mit Heimvorteil und breitem Kader, kam als Topfavorit zurück aufs Feld. Satz 1 lief zunächst gegen Rodheim – früher Rückstand, 21:25 das Ergebnis.
Doch im Satz 2 erfolgte die Antwort der Außenseiter.
Rodheim erhöhte den Aufschlagdruck, Fabian Luczak setzte in der Mitte wiederholt starke Block‑Akzente, Lionel Fröhlich variierte das Zuspiel, Julius Fröhlich und Ben Zander verwerteten konsequent. Ergebnis: 25:22 und der erzwungene Tie‑Break.
Von 8:12 zum 15:13: der 7:1‑Run zur Goldmedaille.
Im entscheidenden Durchgang lag Rodheim bereits 8:12 zurück – doch das Team blieb furchtlos. Ein furioser 7:1‑Lauf drehte das Finale: Blocks, verteidigte Monster‑Rallyes, präzise Side‑Outs und die unerschütterliche Ruhe des Libero‑Duos machten den Unterschied. 15:13, die Halle stand Kopf, Hessenmeister!
Das Fundament des Märchens
Der Erfolg ging weit über das Spielfeld hinaus. Zuhause gebliebene Spieler verfolgten das Finale live im Stream, fieberten Punkt für Punkt mit und waren digital mit dem Team verbunden. Bereits im Vorfeld war eine kleine Feier allein für das Erreichen des Hessenfinales geplant – dass die Mannschaft am Abend tatsächlich mit Gold zurückkehrte, machte daraus eine unvergessliche Vereinsnacht.
Ein besonderer Dank gilt der hervorragenden Jugendarbeit im Verein. Andreas Zander, Max Gaus und weitere Engagierte im Herren‑ und Jugendbereich leisten seit Jahren exzellente Aufbauarbeit – viele der aktuellen Leistungsträger sind direkte Produkte dieser Förderung. Ebenso wertvoll war die Unterstützung der Eltern sowie mehrerer Jugendspieler, die extra nach Darmstadt reisten, um lautstark anzufeuern. Diese Gemeinschaft gab der Mannschaft in kritischen Phasen spürbaren Rückenwind.
Die SG Rodheim hat in Darmstadt bewiesen, dass Mut, Teamgeist und taktische Intelligenz Favoritenrollen aushebeln können. Gegen zwei „Goliaths“ – Kriftel und den Gastgeber Darmstadt – setzte sich das jüngste und kleinste Team des Turniers durch, löste im Halbfinale das Ticket zu den Regionalmeisterschaften und krönte einen magischen Tag mit Gold.
Das „U20‑Hessenmeister‑Märchen von Darmstadt“ wird im Verein noch lange nachhallen.
Die Hessenmeister der SG Rodheim sind:
Julius Fröhlich, Ben Zander, Lionel Fröhlich, Frederik Grübel, Fabian Luczak, Konstantin Stodtmeister, Bogdan Rudi und Colin Schempp (Trainer: Robert Stodtmeister).
Zum erweiterten Hessenmeister‑Kader gehören außerdem Lukas Schäfer, Philip Walach, Tom Albrecht und Julian Heidt, die aufgrund von Verletzung, Krankheit oder Terminverhinderung nicht an der Hessenmeisterschaft teilnehmen konnten, aber fest zur Mannschaft gehören.